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Dezember (2003) |
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Dass Frauen dieses und jenes in der Kunst
nicht können, geistert nach wie vor durch die Köpfe. Eine solche
Einschätzung gibt es heute z. B. hinsichtlich der Orchestermusik. Sinfonien,
so scheints, sind eben Männersache. Umso wichtiger ist die Neuerscheinung,
die das kleine Label Dreyer/Gaido auf den Markt gebracht hat. Es handelt
sich um den Live-Mitschnitt eines Berliner Konzerts, welches 2001 im Rahmen
des Projekts "Der männliche und der weibliche Beethoven"
gegeben wurde.
Ein ambitioniertes Projekt und ein ebensolches Konzertprogramm spiegeln
sich also auf der CD wieder, die dann auch mit einem sorgfältigen
und informativen Booklet aufwartet, das einige Details zu den vorgestellten
Komponistinnen beinhaltet.
Die Kammersymphonie Berlin spielt unter Jürgen Bruns engagiert und
mit viel Verve - die mitgeschnittenen Bravo-Rufe aus dem Publikum an Ende
sind beileibe kein Zufall. Diese CD weist also den Weg auf vergessene
Pfade der Musikgeschichte und ist vor allem wegen der Aufnahme der 5.
Symphonie verdienstvoll.
Sven Kerkhoff
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