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Otto Paul Burghardt
11 / 08 |
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"Dirigent Jürgen Bruns würdigt
mit dieser DG-Serie die jeweiligen Jubilare eines Jahres. Und zwar auch
die vergessenen Komponisten, deren Werk es wiederzuentdecken gilt. Zum Jahrgang
1908 gehört etwa Kurt Hessenberg: Dessen Suite "Der Sturm",
hier in Ersteinspielung, ist eine solch lohnende Rarität. Bruns am
Pult der äußerst fein ausgeleuchteten Kammersymphonie Berlin
entfaltet die gemäßigt moderne Suite mit viel Humor und sinnlichem
Zauber. (...) Neben Lars-Erik Larssons apartem, neoklassisch orientierten
Saxofonkonzert (1934) mit dem fantastischen Solisten Frank Lunte bietet
der Sampler noch Musik von einem der Großen des Jahrhunderts: Olivier
Messiaen." |
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Alfred Huber
21. August 2008:
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Triumph der Hundertjährigen
Wilhelm Furtwängler dirigierte im Dezember 1944 die Uraufführung
von Kurt Hessenbergs zweiter Sinfonie. Dann wurde es still um den 1908 in
Frankfurt geborenen Komponisten. Der Nachkriegs-Avantgarde war er zu gemäßigt.
Seine geschlossenen Formen, die frei behandelte Tonalität und das konsequente
Festhalten am melodischen Einfall galten als altmodisch. Und so geriet Hessenberg
allmählich in Vergessenheit. Zu Unrecht, wie jetzt die Deutsche Grammophon
beweist. Denn seine Schauspielmusik zu Shakespeares "Sturm" beispielsweise,
1938 komponiert und später zu einer Orchestersuite zusammengefasst,
erweist sich in der transparenten und einfühlsamen Wiedergabe der Kammersymphonie
Berlin unter Jürgen Bruns als ein nachhaltig berührendes Werk,
reich an instrumentalen Farben, voller Wärme und Freundlichkeit, einer
lichten wie expressiven Melodik gleichermaßen verpflichtet. Gemeinsam
mit Kurt Hessenberg kommen auf der CD zwei weitere Hundertjährige zu
Wort: Der Alban-Berg-Schüler Lars-Erik Larsson mit seinem 1934 komponierten
neoklassischen Saxophonkonzert, das der Solist Frank Lunte (begleitet von
der Kammersymphonie Berlin) technisch brillant zwischen Poesie und musikalischer
Vitalität anzusiedeln weiß, sowie Olivier Messiaens "L'Ascension"
(Die Himmelfahrt). (...) |