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Pressespiegel Konzerte
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(CD-Kritiken finden Sie bei dem jeweiligen Titel unter
Discographie)
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Felix Mendelssohn-Bartholdy
Sinfonie Nr. 12 in g-moll
Lars-Erik Larsson
Saxophonkonzert
Walter Braunfels
Symphonie für Streicher
Januar 2009, Philharmonie Berlin;
Kammermusiksaal
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Es spricht für das Orchester und die Plattenfirma, dass die Kammersymphonie
Berlin unter Jürgen Bruns im Jahr 2008 erneut eine CD bei der Deutschen
Grammophon (Universal) herausbringen konnte. Das Traditionslabel mit dem
gelben Markenschild (...) lässt auch sperrigere Produktionen zu wie
jene der Kammersymphonie mit Bühnenmusik von Kurt Hessenberg aus
dem Jahr 1938 oder dem Saxofonkonzert des Schweden Lars-Erik Larsson von
1934. Andererseits hat die Kammersymphonie Berlin mit ihrem Mut zu ungewöhnlichem
Repertoire und mit ihrer gestalterischen Hingabe längst Anerkennung
und einen Kreis von kundigen Liebhabern gefunden: Beim Konzert am Sonntag
im Kammermusiksaal der Philharmonie konnte man die einstige Politikerin
Antje Vollmer, den Bariton Roman Trekel und den Intendanten der Komischen
Oper Andreas Homoki im Publikum ausmachen.
Larssons Stück mit dem bewundernswert "höhentauglichen"
Solisten Frank Lunte (der aber auch in der Tiefe gezielt knurren konnte)
stand auf dem Programm sowie weitere Musik, die in Deutschland einst aus
verschiedenen Gründen verdrängt war: eine frühe Streichersinfonie
in g-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Sinfonie für Streicher
fis-Moll op. 63a von Walter Braunfels. Mendelssohns und Braunfels' Musik
wurde in der Nazi-Zeit als "jüdisch" verfemt, das Saxofon
als Instrument der "Negermusik" geschmäht.
Dem Rassismus folgte ab 1945 die ideologisch-ästhetische Verdrängung:
Mendelssohn, Larsson und Braunfels galten als Klassizisten und Konservative,
denen die Fortschrittspartei in Darmstadt, Köln und Frankfurt/Main
am liebsten weder Aug' noch Ohr gönnen wollte. Jemanden wie Walter
Braunfels hat das seelisch tief verletzt. Seine Sinfonie fis-Moll, auf
ein 1944/45 in der inneren Emigration am Bodensee entstandenes Streichquintett
zurückgehend und von Frithjof Haas orchestriert, legt es eben nicht
auf den stilistischen Bruch an. Das Stück schreibt musikalische Sprachzusammenhänge
fort, bewahrt auf kreative Weise die Zugänglichkeit von Traditionen,
lebt in einer Kontinuität mit der Kammermusik Beethovens (besonders
deutlich mit dessen "Geistertrio" op. 70 Nr. 1) und der Sinfonik
Bruckners. Besonders rührend ist der Finalsatz mit seinen Anklängen
an osteuropäische Folklore: Beschworen wird damit nicht nur die durch
die NS-Zeit eigentlich tief korrumpierte Idee eines "guten Volkes"
als Quelle und Adressat von Kunst; es wird zugleich daran erinnert, wie
frei von Rassenwahn sich deutsche Musik einmal bei Haydn, Beethoven, Schubert
und Brahms in ähnlicher Weise der Folklore bedient hat.
Nach der sensiblen Aufführung durch die Kammersymphonie Berlin, die
nach sensationsfernen, verinnerlichten Gebärden suchte, wünscht
man sich auch davon bald eine CD mit ihr.
Jan Brachmann, Berliner Zeitung, 13. Januar 2009
Nach einer Einspielübung mit der Sinfonie Nr. 12 g- Moll des 200-jährigen
Geburtstagskindes Felix Mendelssohn Bartholdy, ließ die Berliner
Kammersymphonie quasi im Nachgang zum 100. Geburtstag von Lars-Erik Larsson
(19081986) dessen Konzert für Saxophon und Streichorchester
op. 14 erklingen, ein Werk, das Dirigent Jürgen Bruns mit dem Ensemble
im Vorjahr auch für CD eingespielt hat. Hier wie dort exerzierte
Frank Lunte den exzessiven Solopart des Altsaxophons in der frei tonalen,
sich aber letztlich doch auf tonal sicheres Terrain zurückbegebenden
Komposition des schwedischen Alban Berg-Schülers.
Den zweiten Teil des Konzerts aber bildete Braunfels weiträumig
ausgiebige Komposition. (...) Braunfels kompositorische Konzentrationsübung
ohne jede Aussicht auf eine Aufführung erwacht unter Jürgen
Bruns Leitung zu einem quirligen Bild dramatisch plastischer Miniaturen.
(...) Das auf solche Weise zur Sinfonie und damit auch äußerlich
zur größeren Form erweiterte Streichquintett von Walter Braunfels
erweist sich als ein vielschichtig stimmungsvolles Bild aus der Seele
eines zum Schweigen verurteilen Komponisten.
Peter P. Pachl, neue musikzeitung online, 12. Januar 2009
Das Orchester [spielt] nach der Pause Walter Braunfels Streichersymphonie
op. 63 so, als ob alles bis dahin Erklungene nur Prélude war. Jürgen
Bruns [formt] (...) Klänge und erzeugt mitreißende Kontraste
zwischen klagender Polyphonie im zweiten und zornig-tänzerischen
Kollektiven im dritten Satz.
Daniel Wixforth, Der Tagesspiegel, 13. Januar 2009
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Hugo Wolf
"Verschwiegene Liebe"
Franz Schreker
" Kammersymphonie"
Othmar Schoeck
" Elegie für Stimme und Kammerorchester"
November 2007, Konzerthaus Berlin
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Es war ein liebevoll aufeinander
abgestimmtes Programm, das mit Hugo Wolfs hier quasi als Abend-Prolog dienendem
Lied Verschwiegene Liebe in der Orchestrierung Franz Schrekers
begann, dessen zumindest in Kennerkreisen berühmter Kammersinfonie
der gleich folgende Teil des Abends gewidmet war.
Anders als hinterher bei Schoeck ist Schrekers Klang, bei allen Rissen,
bei aller ich möchte sagen: Traumhaftigkeit der Faktur, ein letztlich
gesicherter, der mit äußerster Raffinesse instrumentiert ist
und von Bruns und der Kammersymphonie Berlin den
Charakter eines aktiven Traumspieles bekommt: hochnervös, ja erregt,
doch schon, celestabegleitet, immer auch erschlafft. So sinkt einer aus
dem Träumen in den Halbschlaf. Jedes der 23 Instrumente glüht
oder glänzt; um wirklich mitzubekommen, was hier geschieht, muß
man die Augen schließen. Dann wirkt es direkt aufs zentrale Nervensystem.
Da es Druck zu Hochglanz nicht gab, konnten die feinen Adern der Partitur
sinnlich werden und wurden in dem manchmal nah am Kitsch atmenden Zwanziger-Jahre-Klang
ausgesprochen plastisch. (...) Anders nun, ganz anders Othmar Schoecks erster
Liederzyklus aus den Jahren 1921 und 1923. (...) Ich war völlig erstaunt
von der Dramatik, ja Dramaturgität dieses Zyklus': wie einem wirklich
die Bilder entstehen, wie wirklich eine konkrete Abfolge entsteht, obwohl
die zugrundeliegenden Gedichte narrativ nicht zusammenhängen. Das lag
zum einen an der Liebe, die das Kammerensemble dieser, jedenfalls in Deutschland,
kaum je aufgeführten Musik entgegenbrachte.... völlig bewußt
um die Mikrostrukturen - man höre sich nur die Flötenführung
in Welke Rose an -, sich bewußt auch des manchmal etwas
biederen, hausbackenen, ich möchte sagen: deutschschwyzer Klanges -
den die Musik aber gerade, um ihn zu brechen, braucht.
albannikolaiherbst, weblog: POETIKzurMUSIK, 29. November 2007 |
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Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzertouvertüre
"Die Hebriden"
Harald Saeverud
"Lucretia-Suite"
Atle Halstensen
"The Evolving European"
September 2007, Musikfestival Usedom
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The intelligent programming that
characterises the festival was evident in Saturday nights opening
concert. Griegs oh-so-famous piano concerto could be horribly hackneyed.
But not in the hands of the young Norwegian pianist Sigurd Slattebrekk,
a refined and thoughtful performer who has spent long enough with Griegs
own neglected recordings to be able to offer any number of surprising insights.
Slattebrekk has just the right combination of introspection and charm to
bring dignity to this music, coupled with a clean lack of sentimentality,
a polished technique and an occasionally startling imagination. His playing
is a treat.
Berlins well-matched Kammersymphonie and conductor Jürgen Bruns
opened the concert in pretty Heringsdorfs unprepossessing Kursaal
with a brisk yet well- structured account of Mendelssohns Hebrides
overture, somewhat hampered by the dry acoustics. This mattered less in
the Grieg concerto, where the interpretation won over the circumstances,
and less again after the interval.
Here Harald Saeveruds 1936 Lucretia suite provided an
intriguing look at the clear, pictorial skills of a seminal Norwegian composer
less well-known abroad than Grieg, and the world premiere of the chamber
orchestra version of Atle Halstensens up-beat cinematic The Evolving
European offered a garish glimpse of what is happening on the electronic
end of the countrys new music spectrum, with live mixing and a range
of cityscape special effects spicing up a largely melodic score.
Shirley Apthorp, The Financial Times, 26 September 2007
Die Konzert-Ouvertüre Die Hebriden des heitersten aller
deutscher Romantiker eröffnete am Sonnabend das Norwegen-Programm des
Usedomer Musikfestivals (...) Die Kammersymphonie Berlin
unter Leitung des gebürtigen Greifswalders Jürgen Bruns legte
das naturromantische Potenzial der musikalischen farbreichen Landschaftsmalerei
frei. Das gelang in einer Art des Heranzoomens der Tiefenstruktur
der Musik.
Sigurd Slåttebrekk (...) nahm sich Griegs als Reißer
geläufiges a-Moll-Klavierkonzert op. 16 vor [und] holte er mit großer
Klarheit die lyrischen Kontraste der träumerischen Phrasen mit Staccati
und Legato-Bögen ins Bewusstsein des Publikums. (...) Bruns gelang,
dass sich bei aller melancholischen Überfärbung jede Orchesterstimme
mühelos verfolgen ließ. Die fünf Sätze [von Harald
Saeveruds symphonisch-dramatischer Suite Lucretia] erzählen
das Schicksal der römischen Sagengestalt, das man als durchscheinendes
Skelett eines Dramas erlebt. Dass die enorme musikalische Reduktion dennoch
als Panorama tiefer Empfindungen erlebbar war, ist der Kammersymphonie
Berlin zu verdanken. Das auf den Zugriff solcher Werke der Moderne
spezialisierte Orchester machte das Saeverud-Ereignis erst möglich.
(...) Ein gelungener Festivalauftakt, den das Publikum mit begeisterndem
Beifall begleitete.
Detlef Stapf, Nordkurier, 24. September 2007
Das Eröffnungskonzert in Heringsdorf zeigte diese Bandbreite: Es
begann mit der Konzert-Ouvertüre Die Hebriden von Felix-Mendelssohn-Bartholdy.
Die Berliner Kammersymphonie musizierte unter der Leitung von Jürgen
Bruns ebenso brillant und präzise wie auch im anschließenden
Klavierkonzert a-moll von Grieg gemeinsam mit dem artist in residence
Sigurd Slattebrekk. Verblüffend waren hier nicht nur die Kadenzen
und Interpretationen des norwegischen Star-Pianisten, sondern auch das
rhythmisch und stimmlich tadellose Zusammenspiel von Solist und Orchester.
M. Kowalzyck, Ostseezeitung, 24. September 2007
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Edward Grieg
"Zwei elegische Melodien"
W.A.Mozart
"Eine kleine Nachtmusik"
P.I. Tschaikowski
"Sechs Stücke"
(aus dem Kinderalbum)
Benjamin Britten
"Simple Symphonie"
Silvesterkonzert 31.12. 2003
Schloßtheater Rheinsberg
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"Dem Dirigenten Jürgen
Bruns, Förderpreisträger der Musikakademie 2002, gelang es, seine
Zuschauer durch einige spritzige Bemerkungen und nicht zuletzt durch seine
Orchester- und Kammermusiker in den Bann zu ziehen. (...) Bruns verstand
es, mit Ausschnitten aus Tchaikovskys Kinderalbum das Publikum in seine
Kindheit zurückzuversetzen. Spätestens beim vermutlich bekanntesten
Werk des Nachmittags, Mozarts kleine Nachtmusik, dürften nicht nur
die Liebhaber klassischer Musik ins Träumen und Schwärmen gekommen
sein. So war es auch nicht verwunderlich, dass jemand während der zahlreichen
Beifallsstürme ein lautes Bravo ertönen ließ."
Ruppiner Anzeiger, 2.1.2004 |
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Anton Safronov
"Chronos - Träume" (UA)
Franz Schreker
"Der Geburtstag der Infantin"(EA)
Pfingstwerkstatt
"Neue Musik 2003"
Musikakademie Schloß Rheinsberg
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"Großer Jubel brach bei der Premiere am Pfingstsonntag für
eine starke Leistung des Ensembles, von Gastchoreographin Birgit Scherzer
und der Kammersymphonie Berlin unter Jürgen
Bruns los. Eine deutsche Erstaufführung 95 Jahre nach der ersten
Kreation in Wien! Seit 1910 kam das Stück in dieser Urfassung nicht
mehr auf die Bretter. (...) Die Ballettpantomime verdient diese Wiederbelebung
- und ihre Einordnung in die Pfingstwerkstatt "Neue Musik 2003",
denn damals war es Neue Musik und einem heutigen Komponisten, dem 30jährigen
Russen Anton Safronov, durchaus noch Vorbild."
Klaus Klingbeil, ddp
"Frenetischer Jubel galt der in beiden Teilen leidenschaftlich aufspielenden
Kammersymphonie Berlin unter Jürgen Bruns."
Märkischer Anzeiger, 11.06.2003
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Darius Milhaud
"Pan et la Syrinx, Cantate"
Claude Debussy
"Prélude à l'après-midi d'un faune"
Januar 2003
Konzerthaus Berlin
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"Das Programm des Abends war schön zusammengestellt. (...)
Besonders gelang dem Ensemble unter der Leitung von Jürgen Bruns
die Leichtigkeit von Darius Milhauds kleiner Kantate "Pan et la Syrinx"
op. 130. In den Bläserlinien tanzten die einfachsten tonalen Motive,
ohne sich je zur thematischen Gestalt binden zu wollen, aber stets zur
regelmäßigen Periode sich schließend. (...) Klug in der
klanglichen Balance austariert auch Claude Debussys "Prélude
à l'après-midi d'un faune".
Berliner Zeitung 1./2.02.2003
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Brecht/ Weill
"Die sieben Todsünden"
Kurt-Weill-Fest 2001
Dessau |
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"Die unter Jürgen Bruns
spielende Kammersymphonie Berlin lässt keinen
Zweifel an der Qualität von Weills Musik aufkommen, die noch sehr vom
Songstil der bekannteren Opern profitiert und keinen langweiligen Takt beinhaltet."
Die Welt 13.03.2001
"Getragen von der exzellent den Raum der Marienkirche füllenden
Kammersymphonie Berlin unter Jürgen Bruns
entfesselt Gregor Seyffert eine Tanzsprache, die (...) atemberaubende
Momente modernen Tanztheaters vorführt."
Magdeburger Volksstimme 12.03.2001
"Ebenfalls vom ersten Ton an hatte die Kammersymphonie
Berlin unter Jürgen Bruns die richtige Stimmung getroffen,
den Swing, die träge Laszivität, die Ergebung in die Verhältnisse
und den Genuss daraus."
Opernwelt Mai 2001
"Zugleich kann Waschinski mit wunderbar zarten Schwelltönen
die hintergründige Trauer ausdrücken, die auch Jürgen Bruns
mit der Kammersymphonie Berlin mittels betont
langsamer Tempi über die besinnlicheren Passagen legt, fast eine
barocke Passionsstimmung."
Der Tagesspiegel 11.03.2001
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Siegfried Wagner
"Siegfriedidyll"
Robert Schumann
"Klavierkonzert"
Felix Mendelssohn Bartholdy "Italienische"
September 2000
Stadthalle Coesfeld |
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Begeisterter Applaus für Kammersymphonie
Berlin und Pianist Vladimir Stoupel:
"Es waren denn auch mit Mendelssohns Vierter und dem Klavierkonzert
von Schumann große Brocken gewissermaßen, zu denen sich noch
das nicht nur für Wagner-Liebhaber ungemein liebenswürdige Siegfried-Idyll
gesellte.
In dieser Gruppierung nicht nur eine Verneigung vor dem Publikumsgeschmack,
sondern mit Einleitung, Solistenkonzert und Sinfonien ein vom Dirigenten
des Abends, Jürgen Bruns, gut strukturiertes Programm. Mit einer echten
Idylle zum Beginn: beschauliche, in serenadenhaften, durchhörbaren
Klängen mit fließenden Streicherkantilenen und aparter Bläserbesetzung
erschien Wagners feingewebtes Wiegenlied, ein Stimmungsbild par excellence.
Und dann kam er, der geschätzte Pianist Vladimir Stoupel, freundlich
lächelnd, und begann seinen Vortrag, das Klavierkonzert a-Moll von
Robert Schumann. Mit explosiver Kraft griff er die Einleitungsakkorde, aber
auch mit zarten Fingern die wunderschönen Passagen, der kultivierte
Anschlag war gepaart mit rasender Kraft in Läufen und oktavierenden
Doppelgriffen, eben forte und piano! Das belegte, ebenso wie im graziösen
Intermezzo sowie im Schlussrondo mit seiner langen Coda, dass der Pianist
seine technischen und gestalterischen Möglichkeiten voll einsetzte.
Das Orchester stand hinter dem nicht zurück. Wie in einer selbstverständlichen
Partnerschaft erschien das eng verbundene Miteinander, das zu einem überaus
gekonnten Gesamtvortrag führte. Da blieb eigentlich kein Wunsch offen,
und da war sich der Saal einig: selten ein so überragendes Klavierkonzert
gehört! (...)
Die behagliche Freude hielt an: die "Italienische" von Mendelssohn
zeigte noch mal den ganz großen Einsatz des Orchesters, auch hier
"mehr Sinfonie als Kammer" aber wiederum war die verschlankte
Besetzung unmittelbarer Ausdruck. Die präzisen schnellen Passagen namentlich
in den Streichern gelangen vorzüglich. Bei aller Weichheit: der Linien
doch scharf gezeichnete Figuren, die einzelnen Klanggruppen dieser schönen
A-Dur Sinfonie gut ausgewogen und durch den noch jungen Dirigenten zu einer
ausgezeichneten Gesamtpräsentation geführt."
Allgemeine Zeitung Coesfeld 12.09.2000 |
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Darius Milhaud
"La creation du monde"
März 2000
Konzerthaus Berlin |
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"Darius Mihauds "La Création
du Monde" war in ihrer Leuchtkraft die passende Ergänzung des
Programms im Kleinen Saal des Schauspielhauses. (...) Farbige Effekte, überraschende
Entwicklungen und doch ganz einfach große Musik, zumal wenn sie so
geistessprühend und elektrisierend gespielt wird wie von der Berliner
Kammersymphonie.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06.03.2000 |
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Antonín Dvorak
"Tschechische Suite"
Dezember 1999
Konzerthaus Berlin |
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"Exaktes Stilverständnis
zeigten Jürgen Bruns und sein hervorragend disponiertes Ensemble auch
für Dvoraks "Tscheschiche Suite". Das Nebeneinander intimer
und sinfonischer Momente, die leisen Töne, tänzerischen Einschübe
und temperamentgeladenen Aufschwünge, die typischen Farben - alle Ingredienzien
sind vorhanden, erhielten ihren richtigen Stellenwert."
Berliner Morgenpost 28.12.1999 |
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Schreker/Glanert
"Das Weib des Intaphernes"
Mahler/Schönberg/Riehn
"Das Lied von der Erde"
Juni 1999
Konzerthaus Berlin |
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"Das ursprünglich für
großes Orchester komponierte Werk zeigte auch in der Kammerfassung
morbide Wirkung durch das vielfarbige Spiel der Kammersymphonie
Berlin unter Jürgen Bruns. Die nahm darauf mit Mahlers (...)
"Lied von der Erde" ein weiteres sinfonisches Großwerk unter
die kammermusikalische Lupe. Beeindruckend, wie die Musiker in diesem Abgesang
auf das irdische Dasein mit immer wieder aufblühendem Atem auf die
Schönheit der Erde zurückblicken."
Der Tagesspiegel 08.06.1999 |
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Presse
CD: Hessenberg / Larsson
Presse
CD: Gerhard Frommel
Presse
CD: Poland abroad
Presse
CD: Schreker / Toch
Presse
CD: Goldschmidt / Gerhard / Weill
Presse
CD: Emilie Mayer / Fanny Hensel / Luise Adolpha Le Beau
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